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„Brückenbau“ in der Imhoff Waldorfschule

Eine halbe Autostunde von der Imhoff Waldorfschule entfernt, windig und einsam, liegt das Ende des Kaps. Wenn man am Leuchtturm steht, kann man sich vorstellen, wie sich der Atlantische und der Indische Ozean begegnen. Begegnungen sind auch an der Schule eine alltägliche Vorraussetzung. Seit ihrer Gründung vor vierzehn Jahren, kümmert sich die Imhoff Waldorfschule um die Integration von Kindern aus vielfältigem kulturellem und sozialem Hintergrund.

Wie in vielen Teilen der Welt ist auch in Südafrika ein gesellschaftlicher Wandel eingetreten. Der Lebensmittelpunkt der Eltern liegt zunehmend außerhalb der Familie. Folglich verbringen die Kinder immer mehr Zeit in Spielgruppen, Kindergärten, Schulen, und ebenso so oft sind sie sich selbst überlassen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss die Pädagogik über das traditionelle Lehrerverständnis hinauswachsen.
Die Waldorfpädagogik in Afrika konnte zuerst im Jahr 1959 in Südafrika Fuß fassen. Überfüllten Klassenzimmern, stures Auswendig Lernen und mangelnde pädagogischen Begleitung sind oft der Alltag an staatlichen Schulen in Südafrika.Die Imhoff Waldorfschule liegt eine halbe Stunde Autofahrt vom Kap entfernt.  Sie ist eine unabhängige, gemeinschaftsorientierte Schule, die Kindern von der südlichen Halbinsel eine ganzheitliche und kreative Waldorfpädagogik bietet. Sie ist die südlichste Waldorfschule in Afrika und grenzt an den Indischen und Atlantischen Ozean.


Die Schule liegt inmitten von Bäumen in der Nähe einer Tierfarm und bietet eine einzigartige ländliche Erfahrung, die man in der heutigen städtischen Umgebung nicht oft findet. Die Schule wurde im Jahr 1996 gegründet und ist seitdem weiter ausgebaut worden. Allen Lehrer:innen ist es ein großes Anliegen den Kindern ein eigenständiges und kreatives Denken, Liebe zum Lernen, soziales Bewusstsein und Vertrauen in die Zukunft zu vermitteln. Überbrückung der kulturellen, sprachlichen und finanziellen Vielfalt, was häufig noch ein Problem in Südafrika ist, wird an dieser Schule gelebt. Die Zahl der Schüler:innen wächst, während sich die Schulgemeinschaft auf dem neuen Grundstück niederlässt, und viele Familien beginnen ihre Waldorfreise in der neuen Kleinkindgruppe.


Die Schulgebühren sind mit den meisten staatlichen Schulen vergeleichbar, da es das Ziel der Schule ist, allen Kindern die Möglichkeit zu geben die Schule zu besuchen. Derzeit gibt es 10% der Schüler:innen, deren Eltern das Schulgeld nicht bzw. nur einen geringen Teil bezahlen können. Diese benachteiligten Kinder werden durch Schulpatenschaften bzw. teilweise auch von Schuleltern finanziert. Damit die Schule weiterhin Kinder aus benachteiligten Elternhäusern aufnehmen kann, sind wir für jeden neuen Bildungspaten sehr dankbar.

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