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„Aus Liebe handeln“: Neuer Klimafonds verbindet Klimaschutz und Bildung

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Mit dem Waldorf Climate Balance Fund starten die Freunde der Erziehungskunst eine Initiative, die CO₂-Ausgleich mit globaler Bildungs­solidarität verbindet. Ein weltweites Netzwerk soll dadurch ökologisches Verantwortungsbewusstsein und konkrete Hilfe für Schulen fördern.

Logo Klimafonds Freunde der Erziehungskunst

Der Klimawandel ist längst im Alltag vieler Menschen und Institutionen angekommen – auch in Waldorfschulen weltweit. Mit dem neu gegründeten Waldorf Climate Balance Fund wollen die Freunde der Erziehungskunst nun ein Zeichen setzen: Klimabilanzierung, CO₂-Kompensation und Bildungsförderung sollen künftig Hand in Hand gehen.

Seit 1976 unterstützen die Freunde der Erziehungskunst Bildungsinitiativen in allen Regionen der Welt. Mit dem neuen Fonds erweitern wir diesen Auftrag um eine ökologische Dimension. Initiiert wurde die Idee von Christoph Dörsch, Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen. Sein Vorschlag: Waldorf-Gemeinschaften in Deutschland könnten ihren CO₂-Fußabdruck ausgleichen – und dabei gezielt Waldorfschulen im Globalen Süden unterstützen.

Aus dieser Vision entstand ein Instrument zur Klimabilanzierung, das Spenden direkt in konkrete Klimaschutzprojekte fließen lässt: Solaranlagen, Wasseraufbereitung, Schulgärten oder andere nachhaltige Maßnahmen. Ein erstes Beispiel ist die Hekima Waldorfschule in Dar es Salaam. Dort sorgen Stromausfälle und Wasserknappheit regelmäßig für erschwerte Lernbedingungen. Eine geplante Solaranlage und neue Wassertanks sollen nun für stabile Energieversorgung und sauberes Wasser sorgen – und damit für einen verlässlicheren Schulalltag.

Inspiration erhält die Kampagne aus zwei Strömungen der goetheanistischen Zukunftsökologie: Albrecht Schads Bild der Erde als lebendigem Organismus und Stefan Rufs Ansatz einer „Klimapsychologie“, die die Lücke zwischen Wissen und Handeln schließen will. Beide Ideen sind in der Waldorfpädagogik verankert – und prägen die Ausrichtung des Fonds: Erkenntnis, Beziehung und Handeln sollen zu einer neuen Natur-Kultur-Partnerschaft verbunden werden.

Mitmachen sollen nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Institutionen.Auf unserer Website können Teilnehmende ihren ökologischen Fußabdruck berechnen und den Ausgleich direkt spenden. Als Bestätigung gibt es ein „Klimazeugnis“ und – für Organisationen – ein Partnersiegel. So wird Klimaschutz im Alltag sichtbar und verbindlich. Auch die Freunde der Erziehungskunst selbst beteiligen sich und gleichen künftig ihre Flugemissionen aus – zum Beispiel im Bereich der Freiwilligendienste für die Flüge der Freiwilligen zu ihren Einsatzstellen.

Der Waldorf Climate Balance Fund lädt die weltweite Waldorf-Bewegung ein, Verantwortung zu übernehmen: „Aus Liebe handeln – für Mensch und Erde.“

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