Ende Januar konnten die meisten der geplanten Unterkünfte für das Team der Rudolf-Steiner-Schule Mbagathi fertiggestellt werden. „Wir fühlen große Dankbarkeit für diese Unterstützung, die es unserem Team ermöglicht, in einem schönen und wohlverdienten Zuhause zu leben“, heißt es im Abschlussbericht von Schulleiterin Judith Brown und der Finanzadministratorin Neema Kahiga.
Der Weg dorthin war jedoch schwierig: Der hauptverantwortliche Bauunternehmer starb völlig unerwartet Anfang Februar 2025. Sein Tod hinterließ nicht nur menschlich, sondern auch organisatorisch eine große Lücke. Der Vertrag mit dem Unternehmen musste beendet und entsprechende Versicherungsprozesse abgewickelt werden. Schließlich musste die Schule ein neues Bauunternehmen finden. Erst danach konnten die Arbeiten fortgesetzt werden.
Nun aber sind die meisten Häuser bezogen und die Schlüssel übergeben. So zum Beispiel an den Koch Erick oder an Joseph, der einen der Schulbusse fährt. Auch Anthony und Mutua, die im Schulgarten arbeiten, konnten ihre neuen Unterkünfte beziehen.
Der Nutzen für das Personal ist unmittelbar spürbar. „Ich kann es kaum erwarten, einzuziehen“, sagte Erick bereits zuvor. „Ich muss jeden Morgen um 5 Uhr in der Küche stehen – auf dem Schulgelände zu wohnen bedeutet, dass das Frühstück der Kinder immer pünktlich fertig ist.“
Hausmeister Mutie beschreibt seinen Umzug als große Erleichterung. „Die alten Unterkünfte aus Wellblech waren in der Sonne unerträglich heiß und in der Regenzeit oft eiskalt.“ Die neuen Steinhäuser bieten außerdem eine größere Sicherheit vor Schlangen.
Unterstützt wurde der Bau unter anderem durch Spenden der Freunde der Erziehungskunst. „Diese Unterstützung verbessert nicht nur die Wohnbedingungen – sie stärkt unseren ganzen Schulalltag“, so Judith Brown und Neema Kahiga in ihrem Bericht Ende Januar.

