Die Leiterin der kleinen Schule am Stadtrand von Kathmandu berichtet, dass von den 65 Schülerinnen und Schülern nur etwa fünf überhaupt Schulbeiträge bezahlen können. „Die Familien von vielen unserer Schülerinnen und Schüler sind von Armut betroffen“, sagt sie. „Es fällt ihnen schwer, ausreichend Essen auf den Tisch zu bringen.“ In der Tashi Waldorf School erhalten die Kinder deswegen morgens eine kleine gesunde Mahlzeit sowie ein nahrhaftes Mittagessen.
Einige Kinder benötigen eine besondere Förderung. Unterstützung erhalten sie nicht nur durch die Pädagoginnen: „Sie werden von der gesamten Schulgemeinschaft getragen, und alle Kinder in der Schule engagieren sich durch sozial- und umweltfreundliche Aktivitäten für andere und für die Natur.“ Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und litt in den vergangenen Jahren unter politischer Instabilität, Erdbeben, Überschwemmungen und den Folgen der Covid-19-Pandemie.
Aufgrund mangelnder staatlicher Förderungen sind viele Menschen schlecht ausgebildet und haben keine berufliche Qualifikation. So waren auch einige Familien der Schule auf den bescheidenen Straßenhandel als Einnahmequelle angewiesen. Doch dieser ist seit 2023 verboten; dadurch wurde die Not noch größer. Die Tashi Waldorf School kann ohne Spenden aus dem Ausland ihre Arbeit nicht weiterführen.
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