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Kolumbien: Treffen des iberoamerikanischen Netzwerkes

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Im Juli trafen sich 17 Vertreter:innen aus verschiedenen südamerikanischen Ländern und aus Spanien in Medellín, Kolumbien. Mit dabei war auch unsere Kollegin Fiona Bay.

Bei dem Treffen blickten wir gemeinsam zurück auf die letzten drei Jahre, in denen die Vertreterinnen des iberoamerikanischen Netzwerkes online die notfallpädagogische Modulfortbildung auf Spanisch und Portugiesisch durchgeführt haben. Um dies zu ermöglichen, hatte sich die Gruppe regelmäßig einmal die Woche getroffen und zudem an den Wochenenden die Fortbildungen durchgeführt, für die Technik gesorgt, die Dozent:innen koordiniert, die Teilnehmenden mit den nötigen Informationen versorgt und vieles mehr. Nachdem nun knapp 150 Personen erfolgreich die Ausbildung abgeschlossen haben, widmet sich das Netzwerk neuen Fragen: Wie können wir uns länderübergreifend weiterhin einbringen? Wie können sich die einzelnen Länderteams im Falle von Katastrophen gegenseitig unterstützen?

Nach vielen intensiven Jahren der Begleitung, Fortbildung und Zusammenarbeit mit den verschiedenen spanisch- und portugiesischsprachigen Länderteams in Südamerika und Europa ist nun ein starker Verbund gewachsen. Gerade in Zeiten, in denen Fragen wie die möglichen Auswirkungen von El Niño den humanitären Sektor beschäftigen, ist es umso wichtiger zu wissen, dass es zum Beispiel in verschiedenen Ländern Südamerikas (Argentinien, Chile, Uruguay, Peru, Ecuador, Kolumbien, Brasilien) ausgebildete Teams gibt, die jederzeit in der Lage sind, auf eine Notlage zu reagieren. Doch die ausgebildeten Notfallpädagog:innen kommen nicht nur im Falle von Naturkatastrophen zum Einsatz. Schon jetzt sind Teams in ihren Ländern aktiv, so zum Beispiel durch die Arbeit im Gefängnis mit Jugendlichen in Buenos Aires, Fortbildungen und Weiterbildungen für Pädagoginnen in Chile, Seminare für ganze Gemeinden in Brasilien oder größere Projekte in Kolumbien. Die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen schon heute etwas Sicherheit zu geben, wird ihnen morgen im Falle einer Krise umso mehr helfen.

Neben der inhaltlichen Arbeit und der Arbeit an Organisation und strukturellen Fragen, nutzten die Notfallpädagog:innen die Tage in Medellín, um in einem Brennpunktviertel und in einer Schule mit Kindern aus benachteiligten Verhältnissen zu arbeiten.

Fiona Bay

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