In Bosnien-Herzegowina gibt es zur Zeit noch keine Waldorfschulen. Einige Waldorfkindergärten bieten die einzige pädagogische Alternative im Land. Aufgrund der Covid-19-Pandemie kam es zu Ausgangssperren und Arbeitsverboten in nicht systemrelevanten Berufen. Dies führte bei vielen Familien zu großen Einkommenseinbußen. Schnell bekam auch der vor fünf Jahren gegründeten Kindergarten Kolibica in Sarajevo die Folgen zu spüren.
Durch Spenden aus unserem Spendenaufruf „Die Folgen der Corona-Krise mindern“ konnten wir drei Kindergärten in Sarajevo mit insgesamt über 35.000 Euro unterstützen.
Einer davon ist der Kindergarten Kolibica, dem wir ab April für fünf Monate einen monatlichen Betrag von ca. 2.800 Euro zur Verfügung stellen, um die Gehälter für die Erzieherinnen weiter zahlen zu können. In einer Mail bedankte sich die Leiterin des Kindergartens von Herzen: „Unser Dank für Ihre Unterstützung ist riesig! Die Hilfe kam genau im richtigen Augenblick. Die durch Covid-19 ausgelösten Arbeitsverbote haben dazu geführt, dass wir fast kein Einkommen durch Elternbeiträge mehr haben, da sie dadurch zum Teil in eine sehr schwierige finanzielle Lage geraten sind. Durch die Spenden konnten wir nun unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin Gehalt bezahlen und somit Eltern helfen, die zur Zeit nicht den vollen Kindergartenbeitrag bezahlen können. Ihre Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Hoffnung, wofür wir unendlich dankbar sind.“

